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“Weil Lesen ein Investment in die Zukunft ist.”

Das älteste Technik-Magazin Chinas wird ab 2019 Bitcoins für Abonnements akzptieren. Das Magazin möchte dadurch Kryptowährungen bewerben und neue Leser gewinnen. Da Bitcoin in China mehr oder weniger verboten ist, ist dieser Zug überraschend.

Der Beijing Sci-Tech Report sei, schreibt die Asia Times, die älteste Technik-Publikation von China. Diese habe nun für die Abonnements für das kommende Jahr Bitcoin akzeptiert. Die Kosten für ein Abo betragen 0,01 Bitcoin, also gut 50 Euro.

Laut der Pressemitteilung des Magazins – die es hier als Google-Übersetzung gibt – sagte “die relevante verantwortliche Person”, dass es dabei darum gehe, die Blockchain-Technologie durch eine praktische Anwendung zu bewerben. Diese sei in ihren vielfältigen Anwendungsformen in den vergangenen Jahren immer wieder Thema der beiden Magazine “Beijing Science and Technology News” sowie “Technology Life” gewesen.

Vermutlich haben sich die Titel der Magazine in der Übersetzung ein wenig verwirrt. Der Beijing Sci-Tech Report dürfte die “Beijing Science and Technology News” sein, die, wenn ich meine Google-Treffer richtig deute, früher einmal eine Beilage der Beijing Youth Daily, der offiziellen Zeitung der Jugendliga der Kommunistischen Partei, war, aber mittlerweile in andere Hände übergegangen ist. Aber hier rudere ich in gefährliches Halbwissen über die chinesische Medienlandschaft hinein.

Laut der Pressemitteilung plant der Verlag auch ab 2019 eine englischsprachige Ausgabe herauszugeben. Für Abonnenten, die mit Bitcoins bezahlen, führt das Magazin eine spezielle Politik ein: Weil “Lesen ein Investment in die Zukunft” ist, bezahlen die Leser das Abo zu einem bestimmten Preis, aber erhalten nach einem Jahr etwas zurück, falls der Bitcoin-Kurs gestiegen ist.

Angesichts der allgemeinen Situation in China kommt der Schritt des Magazins überraschend.  Schließlich hat die Chinesische Volksbank, die PBOC, schon Anfang 2014 bestimmt, dass Bitcoin kein Zahlungsmittel sein soll, und damit Ambitionen, Bitcoin als solches zu verbreiten, einen Riegel vorgeschoben. Seitdem haben Bitcoin und andere Kryptowährungen ein Dasein als reines Investmentprodukt geführt, bis auch dies der Zentralbank zu bunt wurde und sie vor gut einem Jahr erst ICOs und schließlich auch den börslichen Handel mit Kryptowährungen verboten hat.

Erst vor kurzem hat die Regierung einem Bericht der South China Morning Post zufolge zahlreiche Account der Social App WeChat schließen lassen, weil diese in Verbindung mit Kryptowährung standen. Darunter waren pikanterweise auch die Accounts von chinesischen Kryptocoin-Magazinen. Darüber hinaus ein zentrales Viertel in Beijing es Hotels, Einkaufszentren und Bürogebäuden untersagt, Veranstaltungen rund um Kryptowährungen zu ein Dach zu geben.

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