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Substack akzeptiert Bitcoin-Zahlungen – auch mit Lightning

Die große Newsletter-Plattform Substack erlaubt nun auch Bitcoin-Zahlungen für Abonnements. Möglich sind Zahlungen onchain und offchain. Damit wird die Plattform zum ersten großen Händler, der sich auf Lightning einlässt.

Substack, eine Plattform für Newsletter, hat begonnen, Bitcoins zu akzeptieren. Dank dem Zahlungsanbieter OpenNode wird Substack Bitcoin-Zahlungen sowohl onchain, also wie gewohnt, und offchain, durch Lightning, annehmen können.

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Falls ihr Substack noch nicht kennt: Die Plattform erlaubt es jedem, Newsletter zu versenden und eine Datenbank mit Abonennten zu führen. Dass alle Newsletter auf einer Plattform sind, ist für die Abonnenten praktisch, da sie dort nach zu ihnen passenden Newslettern suchen können. Die Autoren hingegen freuen sich über die bessere Sichtbarkeit auf dem „Amazon der Newsletter“ und darüber, dass sie die Möglichkeit haben, auch Geld für das Abonnement verlangen zu können.

Substack gelang es nicht nur, Newsletter wieder zum Trend zu machen. Die Plattform expandierte auch, indem sie beispielsweise Podcasts erlaubt und Bloggern hilft, auf den Email-Newsletter umzusteigen. Substack versteht sich als Plattform für allgemeinen Content, die den Produzenten hilft, mit ihren Werken auch Geld zu verdienen. So bezahlt Substack manchen Autoren auch einen Vorschuss, ähnlich einem Buchverlag, um danach Anteile an dessen Einnahmen zu bekommen.

Und offensichtlich funktioniert das Modell. Schon 2019 hat Substack mehr als drei Millionen Dollar an Autoren ausgeschüttet, die aktuellsten mir vorliegenden Zahlen aus dem Januar 2021 berichten bereits von sieben Millionen Dollar durch 250.000 zahlenden Abonennten. Top-Autoren verdienen mittlerweile gute sechsstellige Dollar-Beträge mit ihrer Arbeit. Gerade in den USA, wo der etablierte Zeitungs- und Magazinjournalismus weiterhin eine tiefe Krise durchwandert, kommt Substack für viele Journalisten wie gerufen: Wenn sie gut sind, können sie mit ihrer Arbeit nun noch mehr verdienen, während sie zugleich eine vorher undenkbare inhaltliche Freiheit genießen.

Bitcoin-Zahlungen passen zum Modell Substack natürlich hervorragend. Bisher können allerdings nicht alle Autoren Bitcoin-Zahlungen annehmen. Substack rollt die neue Option sukzessive aus; als erstes genießen sie wohl einige der zahlreichen Krypto- und Bitcoin-Newsletter. Ich habe mich durch einige durchgeklickt, aber bislang leider noch keinen gefunden, den man ohne Kreditkartennummer abonnieren kann.

Gerade die Option, durch Lightning zu bezahlen, ruft in der Szene Begeisterung hervor. Substack wird zum ersten großen kommerziellen Händler, der Lightning akzeptiert, was für das Offchain-Netzwerk eine Art Premiere und Initiation ist. Sollte die Option in weitem Umfang genutzt werden, wird dies Liquidität ins Lightning-Netzwerk spülen, den Knoten von OpenNode breiter machen und damit womöglich auch helfen, andere Zahlungen reibungsloser durchs Netzwerk zu bringen.

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