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April 25, 2019
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Für mehr Privacy: Electron Cash bringt CashShuffle in die Wallet

Electron Cash, die beliebteste Wallet für Bitcoin Cash, hat CashShuffle implementiert. Dies erlaubt es, bequem und automatisch die Privatsphäre seiner BCH zu erhöhen. Wir schauen uns das Tool an.

Wer sich die neueste Version von Electron Cash herunterlädt, dem wird unten rechts ein Geldschein-Icon auffallen. Wer dieses Icon anklickt und sein Passwort eingibt, beginnt, mit CashShuffle seine Bitcoin Cash Coins zu mixen.

Wenn der Geldschein grau ist, ist CashShuffle deaktiviert. Ein Klick darauf aktiviert es.

Die Wallet sendet dann nach und nach automatisch Transaktionen, die als „Shuffle …“ beschrieben sind. Einige Minuten oder Stunden später – je nachdem, wie viele Coins man in der Wallet hat – ist der Großteil der Guthaben umgewandelt. Wenn man danach Bitcoin Cash ausgibt, sucht sich Electron Cash automatisch Coins aus, die CashShuffle durchlaufen haben. Man hat die Option, auch nicht gemixte Coins auszugeben, doch eine Nachricht zeigt an, dass dies negative Folgen für die Privatsphäre nach sich ziehen kann.

Die Coins gehen automatisch in eine Warteschleife („queue“), warten dann, dass genügend Mitspieler da sind und werden dann gemischt.

Damit wird Electron Cash zur ersten Wallet auf Basis von Electrum, die Mixing-Verfahren auf einfache Weise implementiert hat. Für Bitcoin (BTC) gibt es eine ähnliche Variante mit Samourai – allerdings nur für mobile Wallets – und Wassabi, das aber eher etwas für Experten ist. Eine Wallet wie Electron dagegen funktioniert auf allen Geräten und ist bei Bitcoin Cash die mit Abstand beliebteste Wallet. Zudem scheint das Verfahren einzigartig benutzerfreundlich zu sein.

Wenn CashShuffle eine Weile läuft, hat man bald viele Shuffle-Transaktionen in der Wallet.

Was passiert unter der Haube? CashShuffle ist eine Implementierung des CoinShuffle-Verfahrens, das Wissenschaftler der Universität Saarbrücken bereits 2014 entwickelt haben. Wenn man CashShuffle aktiviert, meldet sich die Wallet bei einem von mehreren CashShuffle-Servern. Diese funktionieren ähnlich wie Electrum-Server: Es gibt mehrere davon, und die Wallet sucht sich automatisch einen zufälligen aus und gibt Infos über die zu mischenden Coins weiter. Dieser Server sammelt dann Mitspieler, um jeweils fünf Inputs – das sind Coins – zu verbinden. Aus diesen Inputs bildet der Server dann eine Transaktion mit fünf Outputs in der gleichen Höhe. Die verbleibenden Guthaben gehen auf eine Wechselgeld-Adresse und von dort aus erneut in eine CashShuffle-Transaktion.

Eine CashShuffle-Transaktion auf einem Blockexplorer.

Die Outputs einer CashShuffle-Transaktion können verschiedene Größen haben. Die Server unterhalten Pools mit verschiedenen Größen der Coins, von 0,0001 bis 100 Bitcoin Cash. Durch die Test-Transaktionen, die ich gemacht habe, habe ich Coins von 6, 19, 64 Cent sowie 25 Dollar erhalten.

Auch wenn ich selbst über die Kern-Privacy von Bitcoin bzw. Bitcoin Cash sehr viel optimistischer denke als viele andere, finde ich es doch begrüßenswert, dass es mit Electron Cash nun eine Mainstream-Wallet gibt, die standardmäßig die Option einrichtet, die Privatsphäre zu erhöhen. Laut der CashShuffle-Webseite ist auch geplant, das Werkzeug in die Wallets von Bitcoin.com sowie die Badger-Wallet zu bringen. Damit wäre es Teil der meisten beliebten Bitcoin-Cash-Wallets.

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