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Frankreich: Keine Steuern für Krypto-zu-Krypto-Trades

Frankreich wird zum Paradies für Altcoin-Trader: Der Finanzminister hat angekündigt, dass keine Steuern anfallen, wenn man eine Kryptowährung gegen eine andere tauscht. Lediglich der Tausch gegen traditionelle (Fiat-)Währungen löst eine Steuerpflicht aus.

In einer sehr kurzen Meldung berichtet Bloomberg, dass der französische Finanzminister, Bruno Le Maire, am heutigen Donnerstag gesagt habe, dass Frankreich Krypto-Gewinne erst dann besteuert, wenn sie in „traditionelle Währungen“ getauscht werden. „Krypto-zu-Krypto-Transaktionen bleiben dagegen steuerfrei.“ Le Maire sagt: „Wir denken, dass der Moment, in dem die Gewinne in traditionelles Geld gewechselt werden, der richtige Zeitpunkt ist, um Steuern festzustellen.“

Französische Kryptotrader dürften ob der Nachricht herzlich aufatmen. Denn für viele, die auf den Krypto-Börsen handeln, stellen Krypto-zu-Krypto-Trades einen großen Teil des Handelsvolumens, und einen noch größeren Teil des Ärgers mit der Steuer: Um die ganzen Trades korrekt zu besteuern, muss man bei jedem Währungspaar den jeweiligen Wert in Euro herausfinden – zum Zeitpunkt des Erwerbs und des Verkaufs aller Coins. Das klingt nicht nur schrecklich aufwändig, sondern ist es auch. Franzosen, die auf Bitcoin.de den Krypto-zu-Krypto-Handel verwenden, können demnach im Gegensatz zu ihren deutschen Handelspartnern etwas unbeschwerter traden.

Damit macht Frankreich mit einer erstaunlich kryptofreundlichen Steuerpolitik auf sich aufmerksam. Schon kurz vorher, am 29. August, kam aus Portugal eine ähnlich erfreuliche Klarstellung: Der Handel und die Zahlungen mit Kryptowährungen seien steuerfrei, schreibt TheBlock. Hinsichtlich der Details erfährt man aber vor allem, dass weder für den Handel mit noch die Entlohnung durch Kryptowährungen eine Umsatzsteuer anfällt, was eher die Regel als etwas Besonderes ist. In einem Nebensatz heißt es noch, es gäbe auch keine Einkommenssteuer für Einnahmen in Kryptowährungen, was schon beinah zu freundlich klingt. Weshalb sollte die Steuerverwaltung auf den üblichen Anteil verzichten, wenn ein Einkommen in Krypto überwiesen wird?

Damit breitet sich europaweit eine recht kryptofreundliche Steuerpolitik aus. Deutschland ist wegen der Regel, dass Kryptogewinne nur eine Einkommenssteuer auslösen, wenn man die Coins kürzer als ein Jahr gehalten hat, ohnehin schon ein ausgesprochen guter Standort für Hodler. Frankreich dagegen wird nun zu einem ausgezeichneten Standort, um Kryptowährungen gegen Kryptowährungen zu traden. Und Portugal ist, wenn die Infos von TheBlock stimmen, in jeder Beziehung perfekt.

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