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EU startet Investmentfonds, um Blockchain-Unternehmen mit voraussichtlich bis zu 400 Millionen Euro zu unterstützen

Um zu verhindern, dass Startups rund um Blockchain und Künstliche Intelligenz weiter aus Europa in die USA oder Asien abwandern, sponsort die Europäische Union 100 Millionen Euro. Diese sollen zum Grundstein eines 400-Millione-Euro-Fonds werden, der ab 2020 Unternehmen unterstützen wird. Im darauf folgenden Jahr soll sich der Betrag noch einmal deutlich erhöhen …

Nachdem China es vorgemacht hat, muss die Europäische Union (EU) natürlich nachziehen. Der European Investment Fund (EIF) hat vor kurzem in einem Blogpost angekündigt, einen Investment-Fonds aufzusetzen, der Startups im Blockchain- und KI-Bereich mit insgesamt bis zu 400 Millionen Euro fördern soll.

Es sei klar, so das Post, “dass Technologien wie Blockchain und künstliche Intelligenz unser Leben verändern werden.” Weniger bekannt sei dagegen, “wie viel von dieser Technologie in Europa erfunden wird. Von Maastricht über Berlin nach Tallinn, an den Universitäten, in Forschungszentrum und in der Startup-Szene, erfinden einige der schlauesten Köpfe Produkte, die versprechen, alles zu verändern, von der Medizin über die Verteidigung bis dahin, wie wir Informationen speichern.”

Diese Innovatoren erhalten in Europa bereits eine starke Unterstützung. Mit Blockchain-Investments von 674 Millionen Dollar ist Europa die zweitstärkste Blockchain-Region nach der USA (mit 1,1 Milliarden Dollar), aber vor China (mit 319 Millionen Dollar). Noch höher sind die Förderungen für künstliche Intelligenz, die in diesem Jahr 5,2 Milliarden Dollar erreichen werden. Der größte Teil dieses Geldes fließt jedoch in Forschung und Proof-of-Concepts. Bei der Förderung von Unternehmen, die groß werden wollen, hinkt Europa hinterher. Nur eine kleine Handvoll von Investoren fördert Blockchain-Projekte in Europa, was im Vergleich zu den fünfzig US-Fonds in den USA eher wenig ist. Daher gelingt es Europa oft nicht, die Talente und Startups zu halten, die am Ende Geld von US-Finanzierern erhalten, für US-Unternehmen arbeiten und Jobs und Wirtschaftswachstum auf anderen Kontinenten schaffen.

Das soll sich jetzt unter der Federführung der Europäischen Kommission ändern. Gemeinsam mit ihr stellt der Europäische Investmentfonds 100 Millionen Euro für Investoren bereit, die Produkte und Dienstleistungen rund um Blockchain und Künstliche Intelligenz unterstützen. Auf Basis dieses Grundsteins erwartet der Fonds, dass die privaten Investoren weitere 300 Millionen Euro in solche Projekte investieren werden. Da es auch möglich ist, dass Banken als Ko-Investoren auftreten, kann sich das Kapital, das ab 2020 fließen wird, noch weiter erhöhen.

Das Wirtschaftsmagazin Sifted.eu geht daher sogar so weit, zu titeln, die EU würde einen “2-Milliarden-Euro-Fond” starten. Laut ihm beginnt der Fond 2020 mit den erwähnten 400 Millionen Euro, soll aber ab 2021 auf 1-2 Milliarden Euro unter dem InvestEU-Programm ansteigen. Das Magazin erklärt, dies sei ein Versuch, Europa zu helfen, gegenüber der USA und China aufzuholen. Mit insgesamt 34 Milliarden Dollar an Kapitalspritzen durch Investoren verzeichne Europa in diesem Jahr zwar neue Rekorde, bringe aber nur die Hälfte dessen auf die Waage, was in asiatische Unternehmen investiert wird, und nur ein Drittel von dem, was in den USA an Kapital fließt. Bei der künstlichen Intelligenz ist Europa stark ins Hintertreffen geraten: Weniger als 10 Prozent des Investments in diesen Bereich seit 2011 sei  europäischen Unternehmen zugute gekommen.

 

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