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EOS: Beweise für Korruption enthüllt

EOS

Das EOS Netzwerk beruht auf dem delegated Proof of Stake Konsensmechanismus. 21 sogenannte Blockproduzenten sind dabei die Delegierten und verdienen 1 % der jährlichen Inflation.

Ursprünglich stand in der Verfassung, dass es verboten ist Stimmen zu kaufen. Die ECAF sorgte dafür Regelbrüche zu bestrafen. Die ECAF wurde jedoch im April abgeschafft, somit besteht seitdem für die Blockproduzenten kein Risiko mehr Stimmen zu kaufen. Dies scheint auch ordentlich ausgenutzt zu werden. Die Landschaft der EOS Blockproduzenten hat sich seitdem massiv verändert. Die ursprünglichen Blockproduzenten wie eosnewyork, greymass, eosauthority, eosnation und einige mehr, welche das Netzwerk massiv vorangebracht haben und durch Blockchainexplorer, andere Software oder Youtubekanäle den Mehrwert merklich erhöht haben, sind alle nicht mehr unter den Top 21.

Blockproduzenten schließen sich zusammen, wählen sich gegenseitig und versuchen die Wähler zu bestechen.

Colin Talks Crypto ist ein Youtuber, der nebenbei einen EOS-Proxy betreibt. Ein Proxy ist ein Konto, zu welchem man seine Stimmen delegieren kann. Der Proxy entscheidet dann, für welche Blockproduzenten er wählen wird.

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Heute hat Colin einen Chatverlauf veröffentlicht, in dem er offensichtlich bestochen werden sollte. Der chinesische Blockproduzent eoslambdacom fragt, ob er den Proxy von Colin übernehmen könne, um dann mit den Stimmen für Blockproduzenten seiner Wahl wählen zu können. Colin hat dies abgelehnt.

Video von Colin über das Thema

Damit gibt es einen Beweis für die Korruption, die auf dem EOS Mainnet gerade stattfindet. Die Spieler versuchen ihre Positionen im Spiel zu festigen und maximalen nutzen daraus zu ziehen.

Ist EOS damit gescheitert?

EOS, so wie es ursprünglich gedacht war, scheint nicht zu funktionieren. Die Tokenhalter sollten für Blockproduzenten wählen, welche einen Mehrwert für das Netzwerk bringen und eine gute Arbeit machen. Jetzt bekommen jene die Stimmen, welche dafür bezahlen.

Zudem schließen sich die Wale in Kartellen zusammen und wählen für sich gegenseitig. Da jede Stimme maximal ver-30-facht (je nachdem, wie viele man wählt) werden kann, wenn man für unterschiedliche Blockproduzenten wählt, gibt es einen Anreiz für Kartellbildung.

Das Wahlmodell in seiner jetzigen Form ist alles andere als optimal. Es wird jetzt schwer werden Änderungen durchzubringen, welche das Wahlmodell an sich überholen, da die machthabenden Blockproduzenten damit das Risiko eingehen, ihre Position als gut verdienende Knoten zu verlieren. Dadurch entsteht ein Interessenkonflikt zwischen den Walen und den Nutzern und ein unausgeglichener Konsens im Netzwerk. Erschwerend kommt hinzu, dass Kryptobörsen wie Bitfinex und Huobi mit Millionen von EOS ihrer Kunden wählen und profitieren.

Es gibt zwar verschiedene Ansätze für bessere, fairere Wahlmodelle, es muss sich jedoch erst zeigen, ob sich diese auf dem Mainnet wegen beschriebener Situation umsetzen lassen.

Eher wahrscheinlich, als dass die Blockproduzenten freiwillig aus Einsicht Änderungen vornehmen, ist, dass sie durch einen resultierenden Verlust des EOS-Preises zum Handeln gezwungen werden. Auch wird in der Community die Möglichkeit eines eventuellen Forks diskutiert.

In 10 Tagen steht bei EOS ein größeres technisches Update an. Mit Version 1.8 ist es der erste EOS-Hardfork. Es soll dabei unter anderem möglich sein, dass dApp Betreiber Ressourcen zu ihren Nutzern delegieren können.

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