0 C
New York
July 17, 2019
  • Home
  • Dienstleistungen
  • Endlich Mikropayment: Börsenmedien AG und SatoshiPay planen, Content per Klick zu verkaufen
Dienstleistungen Nachrichten

Endlich Mikropayment: Börsenmedien AG und SatoshiPay planen, Content per Klick zu verkaufen

Der Berliner Mikropayment-Provider SatoshiPay hat die Börsenmedien AG überzeugt. Der Herausgeber von etwa Der Aktionär kauft sich in das Startup ein und verspricht, dass Leser in Zukunft Premium-Inhalte stückweise per Klick kaufen können. Stellar Lumens, die Währung, die SatoshiPay benutzt, schießt ob der Nachricht steil nach oben.

Hervorragende Nachrichten von SatoshiPay. Mit der Börsenmedien AG kauft sich ein weiteres Medienunternehmen in das Berliner Startup ein. Das Medienhaus ist vor allem für sein Magazin „Der Aktionär“ bekannt. Wie viel die 5 Prozent, die die Börsenmedien AG nun an SatoshiPay besitzt, gekostet haben, geht aus der Pressemitteilung nicht hervor.

Viel interessanter ist aber ein anderer Teil der Meldung: Die beiden Unternehmen arbeiten „intensiv daran, die Bezahllösung von SatoshiPay in die Plattformen der Börsenmedien AG zu integrieren.“ Die Nutzer werden „in Zukunft mit der SatoshiPay-Wallet einzelne Premium-Inhalte mit nur einem Klick zahlen können.“ Im Hintergrund arbeite die „Blockchain-Technologie, die Zahlungen ohne Intermediär und mit Transaktionskosten von weit unter 1 ct direkt vom Endgerät des Nutzers an die Rechteinhaber sendet.“ Unterstützt wird die Partnerschaft durch die Stellar Foundation. Sie stellt den SatoshiPay-Nutzern ein kostenloses Startguthaben von Stellar Lumens (XLM) zur Verfügung, das diese für die Inhalte der Börsenmedien AG verwenden können.

Bernd Förtsch, der Gründer und Geschäftsführer des Medienhauses, erklärt, was ihn zu diesem Schritt bewegt hat: „Inhalte sind im Netz entweder gratis und durch Werbung finanziert oder kostenpflichtig – dann müssen die Leser Abos abschließen oder sich mit Paywalls auseinandersetzen“. Zwischen diesen beiden Optionen klaffe eine Lücke: „Extrem günstige und komfortabel zu erwerbende Inhalte.“ Die Software von SatoshiPay sei „das Missing Link, das diese Lücke schließt.“ Sie macht möglich, per API das digitale Bezahlen mit Lumen als Button auf einer Webseite zu platzieren. Ein User, der angemeldet ist, muss nur klicken, um zum Beispiel einen Artikel zu Ende zu lesen. Das System kann zur Basis jeder denkbarer Art von Micro- und Nanopayment werden.

Die Börsenmedien AG könnte aber erst der Anfang sein. Denn Ende Januar hat SatoshiPay einen viel größeren Partner gefunden: Die Axel Springer SE, eines der größten Medienhäuser Europas. Springer und SatoshiPay wollen gemeinsam Paid Content, bezahlt mit Stellar, zum Leser bringen. Weitere Details sind aber nicht bekannt.

Es könnte funktionieren: Die Leser bekommen ein Startguthaben in Lumen, um die Hürden für den Einstieg zu verringern, und können dann sehen, wie es ist, für Content zu bezahlen. Irgendeiner muss anfangen, und ein Börsenverlag könnte dafür gut geeignet sein. Wenn es dann zu den Springer-Medien geht, könnte es den „Tipping Point“ überschreiten – und es normal machen, dass Online-Leser sich einzelne Artikel atomar kaufen.

Für Stellar, die Währung, auf der SatoshiPay läuft, ist das natürlich eine großartige Nachricht. Der Kurs stieg von etwa 2180 Satoshi (8 Cent) je XLM am vergangenen Donnerstag auf beinah 2800 Satoshi (10 Cent). Während sich die anderen Währungen eher seitwärts bewegen, ist der Lumen um 20 Prozent gestiegen.

Related posts

Login

X

Register