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Chainlink verliert in rund einem Monat 60 % an Wert


Chainlink, Chainlink, Chainlink. Noch vor gut einem Monat hörte man in Medien und Social Media kaum etwas anderes. Doch mittlerweile ist es ruhiger geworden um das Projekt und das spiegelt sich im Kurs wider. Am 16. August erreichte der LINK Token sein Allzeithoch bei 19,83 $, die letzten 24 Stunden fiel der Kurs auf rund 8 $, ein Minus von knapp 60 %.

Am Verfall des Tokenpreises scheinen auch die eingeschworenen LINK-Marines nichts mehr ändern zu können die weiterhin pausenlos soziale Medien wie Twitter und Reddit mit Hype-Kommentaren fluten.

Ein Hype geht zu Ende

Chainlink ist ein Musterbeispiel für eine Blase. Eine Blase mit enormen Auswüchsen. An der Spitze erreichte das Projekt eine Marktkapitalisierung von fast 7 Mrd. $, obwohl die Anzahl der Anwendungen (noch?) stark begrenzt ist. Auf feeds.chain.link sind gerade einmal ein paar Preisfeeds aufgelistet, welche die hohe Bewertung des LINK-Token bei weitem nicht rechtfertigen. Es gibt zwar Partnerschaften mit LINK, doch ist deren Bedeutung für das gesamte Projekt am Ende fragwürdig.

An der Spitze des Hypes waren viele Investoren bereits überzeugt, dass Chainlink Bitcoin bald verdrängen würde.

Telegram (Konto mittlerweile gelöscht)

Das Narrativ, ohne Chainlink gebe es keine vernünftigen Smart Contract Anwendungen war ein weiteres Argument für den Hype, das viele Unerfahrene glaubten und das sie zur blinden Investition bewegte. Das Argument ist jedoch ein Scheinargument. Es gibt nämlich viele andere Orakelanbieter, die gerade auf dem Vormarsch sind und Chainlink Anteile abringen. Zudem gibt es Anwendungen, die nicht von Orakeln abhängig sind.

Wie geht es weiter?

Der Hype startete im Frühling bei einem Preis von rund 2,5 $. Seitdem hat sich bei Chainlink nicht viel verändert, im Gegenteil, es haben neue Konkurrenten den Markt betreten. Es bleibt also noch viel Luft nach unten, was nicht heißt, dass der Preis nicht wieder nach oben gehen kann. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist jedoch geringer. Außerdem ist DeFi im Moment in einer schwachen Phase. Chainlink brüstet sich auch als DeFi-Projekt, was jetzt zusätzlichen Druck bedeutet. Ein weiteres negatives Signal sollten die massiven Abverkäufe durch das Chainlink Entwicklerteam geben, von denen wir kürzlich berichteten.

Außer Spekulation hat der LINK-Token zurzeit keinen richtigen Anwendungsfall. Man kann ihn schwer mit Ether oder Bitcoin vergleichen, die sich bereits als eine Art Geld etabliert haben. Im Zukunft sollen LINK-Halter durch Staking Belohnungen verdienen können. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob weitere Abverkäufe den Token entwerten werden.

© Cryptoticker

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