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CBOE Präsident: Anstehende ICO-Regulierung wird Markt hart treffen

Laut Aussagen des CBOE Präsidenten werden demnächst zwei große Wellen von Regulierungsbestrebungen durch den Markt schreiten. Investoren sollten dabei besonders achtsam sein, da es grundlegende Veränderungen geben soll.

Der Präsident der CBOE, Concannon hat gestern in einem Interview gegenüber Business Insider behauptet, dass der ICO-Markt vor einer großen regulatorischen Änderung steht. Diese könnte nach Ansicht von Concannon die gesamte Branche erschüttern (frei übersetzt):

Die Abrechnung wird in zwei Wellen kommen. Auf dem ICO-Markt findet eine große Umwälzung statt, die Anleger nachts wachhalten sollte.

Die Theorie von Concannon besagt, dass Kryptowährungen, die über ICOs ausgegeben wurden, in einer ersten Welle zunächst als Wertpapiere klassifiziert werden, wodurch die Token von Investoren „wertlos werden“ würden. In dieser ersten Welle würde sich SEC auf die Unternehmen hinter den ICO-Projekten konzentrieren.

In eine zweiten Welle würden zahlreiche Sammelklagen von den Investoren gegen die Unternehmen hinter den ICOs eingereicht werden, um den eigenen monetären Verlust zu kompensieren. Wie wir berichteten, war ein ähnliches Verhalten bereits vor einigen Wochen zu beobachten, als ein verärgerter XRP-Investor eine Sammelklage gegen Ripple in Bezug auf die ungeklärte Klassifizierung der Kryptowährung als Wertpapier eingereicht hat.

Zuletzt hatte der SEC Vorsitzende, Jay Clayton klargestellt, dass alle ICOs als Wertpapiere anzusehen sind und ICOs deshalb keine spezielle regulatorische Behandlung erhalten werden. Einzig Bitcoin und Ethereum wurden zuletzt durch William Hinman, Director of Corporate Finance der SEC, bestätigt, kein Wertpapier zu sein.

Die düstere Vorstellung von Concannon malt also eine Zukunft aus, in der die SEC entscheidet, dass der größte Teil der ICOs nicht registrierte Wertpapiere sind, weshalb alle Marktteilnehmer in einen „rechtlichen Sumpf“ versinken würden.

Allerdings ist unter Marktbeobachtern bisher vollkommen unklar, ob die SEC auch rückwirkend allen ICOS nachgehen wird. Robert Hockett, ein Professor für Wertpapierrecht an der Cornell University und Interviewpartner von Business Insider erklärte diesbezüglich, dass er sich eine rückwirkende Verfolgung grundsätzlich nur schwer vorstellen kann (frei übersetzt):

Ich denke nicht, dass es so ist, dass die Leute, die an dem Geschäft beteiligt sind, strafrechtlich verfolgt werden, als ob sie gegen das Gesetz verstoßen hätten. Aber es gibt einen Spielraum für Ausnahmen.

Für Hockett würde der Schritt eine Verschiebung des Marktes bedeuten, der nicht ohne wegweisende Präzedenzfälle ablaufen würde. Hierdurch könne der Markt allerdings die „Wild West“-Zeit hinter sich lassen und in eine „regulatorische Sicherheitsphase“ eintreten, in der, wie er zustimmt, zu Beginn zahlreiche Sammelklagen und Rechtsstreitigkeiten auflaufen werden. Auf lange Sicht wird es nach Ansicht von Hockett aber eine Bereinigung des Marktes geben, die dem Markt helfen wird.

Es ist ein legitimer Lebenszyklus von jedem neuen Asset, der sehr schnell populär wird. Erst waren es Tulpen und hypothekenbesicherte Wertpapiere und jetzt Kryptowährungen.

Ob es tatsächlich so kommt, wie Concannon ausmalt, ist aus unserer Sicht zumindest sehr fraglich. Die SEC rund um Jay Clayton hat stets betont, dass es der Behörde um den Schutz der Investoren vor betrügerischen ICOs geht.

Darüber hinaus hatte Clayton in der Vergangenheit auch mehrmals betont, dass die Behörde die Blockchain-Technologie als Innovation sieht. Ein hartes Durchgreifen, insbesondere auch rückwirkend, scheint aus unserer Sicht daher eher unwahrscheinlich.

Unabhängig davon gab John McAfee heute bekannt, dass er jegliche Zusammenarbeit mit ICOs aufgrund von vermeintlichen Bedrohungen durch die SEC eingestellt hat und ICO-Projekte nicht mehr bewerben wird.


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