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Cardano kündigt Start von Shelley im Mainnet an. Marketcap zieht kurzzeitig an Bitcoin SV vorbei.

Cardano (ADA) scheint nun auf der Zielgeraden zu sein, um die Blockchain mit dem Shelley-Update endlich wirklich dezentral zu machen. Gleichzeitig kündigt die wichtigste Firma hinter Cardano, IOHK, an, das Ökosystem der Kryptowährung mit 20 Millionen Dollar zu unterstützen. Der Kurs explodiert prompt.

Cardano ist eine jener Kryptowährungen, die man am besten als „Professoren-Blockchain“ beschreiben kann. Den Coin, ADA, gibt es seit 2017, doch auch im Juli 2020 läuft Cardano noch „mit Stützrädern“.

Das Projekt von Ethereum-Mitgründer Charles Hoskinson nimmt für sich in Anspruch, die erste wirklich funktionierende Proof-of-Stake-Blockchain zu werden. Cardano soll eine hohe Dezentralität mit einer hohen Skalierbarkeit unter einen Hut bringen, während die Blockchain dank Proof-of-Stake nur wenig Energie verbraucht und dank der Smart Contracts alles und mehr leistet, was Ethereum kann. Diesen Anspruch untermauern Hoskinson und sein Team mit zahlreichen Forschungsprojekten.

Bisher aber läuft die Blockproduktion von Cardano nur auf den Servern der drei Unternehmen, die den Coin mit einer ICO herausgegeben haben. Das soll sich mit dem Shelley-Update  ändern. Es wird seit Ende 2017 angekündigt und seitdem immer wieder verschoben. Vor einer Woche hat nun ein Mitarbeiter von IOHK, der Firma von Charles Hoskinson, im Cardano-Forum angekündigt, dass es beinah soweit sei: „Wir betreiben seit mehr als einer Woche erfolgreich einen 1.14.2 Node im öffentlichen Shelley Testnet. Und wir können bestätigen, dass wir den neuen Node im Cardano-Mainnet starten werden …“ Etwa einen Tag später erklärte der Mitarbeiter, dass der Node jetzt im Mainnet gestartet sei.

Damit scheint das Cardano-Netzwerk bereit zu sein, mit der Shelley Hardfork am 29. Juli dezentral zu werden. Mit dieser Hardfork soll es nämlich endlich jedem möglich werden, als Staker Geld damit zu verdienen, neue Blöcke für Cardano zu produzieren. Shelley ist die zweite Phase der Entwicklung von Cardano. Sie soll das Netzwerk dezentral machen. An ihrem Ende soll Cardano, so die Roadmap, 50-100 Mal dezentraler als andere Blockchains sein, da die Anreize so gestaltet sind, dass sich ein Gleichgewicht bei 1.000 Staking-Pools bilden soll.

Tatsächlich fehlt eine solche Blockchain noch. Ethereum, der derzeitige unangefochtene König der Smart Contracts, stößt derzeit massiv an Skalierungsprobleme, wa sich durch die ständig steigenden Gebühren bemerkbar macht. Mit EOS, Tron und Ethereum Classic gäbe es zwar Alternativen, doch diese konnten bislang nicht wirklich zünden. Hoskinson hofft nun, dass es Cardano gelingen wird, den Bedarf des Marktes für günstige Smart Contracts an sich zu ziehen.

Um dem Markt auf die Sprünge zu helfen, verkündet Hoskinsons Unternehmen IOHK einen 20-Millionen-Dollar-Fond, der das Ökosystem um Cardano unterstützen soll. Der Fonds soll in Startups und Projekte unterstützen, die Cardano verwenden, und diesen 250.000 bis 500.000 Dollar geben. Zur gleichen Zeit unterstützt EMURGO, eine der drei Firmen hinter Cardano, weiterhin Startups. Für jeden, der derzeit ein Blockchain-Projekt plant, könnte Cardano allein schon wegen der guten Aussichten auf ein Funding einen Blick wert sein.

Der Markt reagiert prompt auf diese Neuigkeiten. Der Kurs der nativen Währung von Cardano, ADA, schoss im Lauf der vergangenen sieben Tage von 8 auf 13 Dollar-Cent. Für Investoren, die zum Höhepunkt bei 1,24 Dollar je ADA investiert haben, dürfte das nicht einmal ein Tropfen auf dem heißen Stein sein. Dennoch erhöht der massive Preisanstieg die Marktkapitalisierung von Cardano auf knapp 3,46 Milliarden Dollar, womit die Kryptowährung Bitcoin SV (BSV) überholt hat und kurz auf dem sechsten Platz im Ranking der Kryptowährungen stand – und das obwohl BSV selbst in den letzten Tagen gewaltig zugelegt hat. Mittlerweile ist Cardano aber wieder auf den siebten Rang zurückgefallen.

Für ein bisher beinah rein wissenschaftliches Projekt ist das viel. Aber der Markt demonstriert hier offenbar sein Vertrauen in das Team hinter Cardano, Ende Juli tatsächlich den Schritt zu einer dezentralen Blockchain zu gehen, und erkennt in Cardano das Potential, eine der innovativsten und leistungsfähigsten Blockchains zu werden.

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