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Breaking: CTO Daniel Larimer verlässt block.one, die Firma hinter der EOS Knotensoftware


Es war ein Paukenschlag an diesem Sonntag. Zuerst postete Daniel Larimer der (nun) ehemalige CTO von block.one auf der dezentralen Social Media Plattform Hive, dass er am 31. Dezember von seiner Rolle als CTO zurückgetreten sei.

Daraufhin gab es stundenlange Spekulationen in der EOS-Community, ob das Hive-Konto von Larimer echt sei, viele gingen von einer Falschnachricht aus. Erst vor wenigen Stunden bestätigte Larimer auf Voice, dass er bei block.one gegangen ist. Kurz darauf gab es eine Meldung seitens block.one, welche seinen Abgang bestätigt. Larimer begründete seinen Abgang mit dem Satz:

Ich bin zu der Überzeugung gelangt, dass ihr [möglicherweise block.one] “Freiheit nicht als Dienstleistung” anbieten könnt, und deshalb werde ich meine Aufmerksamkeit darauf richten, Werkzeuge zu schaffen, mit denen die Menschen ihre eigene Freiheit sichern können.

CEO von block.one, Brendan Blumer, meinte in der offiziellen Stellungnahme von block.one:

Ich habe block.one zusammen mit Dan im Jahr 2017 gegründet, und seitdem haben wir sowohl die Branche als auch das Unternehmen in ungeahnte Höhen wachsen sehen. Nicht nur ich bin dankbar für die Beiträge, die Dan bisher geleistet hat, und ich freue mich darauf zu sehen, was er als nächstes tun wird.

Mögliche Hintergründe

block.one scheint eine neue Linie eingeschlagen zu haben in der Entwicklung von Blockchainprodukten. Blumer tweetet immer wieder von der Absicht gesetzeskonforme Dapps zu entwickeln. Auch bei der Social Media Plattform von block.one, Voice, dürfte dies zum Tragen kommen. Voice scheint wegen dieser Anpassungen nicht mehr so sicher zu sein wie ursprünglich geplant.

Die Innovation im #DeFi-Bereich ist revolutionär, aber die jüngsten Vorgaben der globalen Regulierungsbehörden bezüglich der fehlenden Compliance-Kontrollen machen es für Mainstream-Kapital schwierig, die Chance zu nutzen.

Die Zukunft ist konforme Open-Source-programmierbare Finanzierung #ProFi

Larimer hat die Zensurwelle auf Twitter und anderen großen Social Media Plattform in den letzten Tagen sichtlich besorgt. Er hat angekündigt Twitter zu verlassen. Kurz darauf hat er auf Voice gepostet, dass auch Voice nicht sicher genug gestaltet sei. Dann folgte seine Ankündigung, dass er block.one verlassen habe.

EOS Community ist gespalten

Das EOS Mainnet ist die größte Community, welche die Knotensoftware EOSIO von block.one nutzt. Während einige Community-Mitglieder offen ihren Frust zur Sprache bringen und davon reden, dass sie aussteigen, sehen andere Larimers Rücktritt positiv. Larimer hat eine lange Geschichte in der Kryptowelt und ist der technische Kopf hinter 3 bekannten Netzwerken bzw. deren Knotensoftware: Bitshares, Steem und eosio. Ihm wird oft vorgeworfen Projekte frühzeitig verlassen zu haben, ohne dass sie fertig seien. Larimer sagt darauf, dass eine Community sich immer weiterentwickeln werde, und dass man sich nicht von einer Person abhängig machen solle.

Andere sehen es positiv, dass Larimer block.one verlassen hat. Er sagt von sich selbst, dass es seine Motivation sei Anwendungen zu erschaffen, die Menschen frei machen. Durch sein Ausscheiden von block.one ist er freier in seinem Handeln. Es ist nicht ausgeschlossen, dass er weiter auf EOS dApps entwickeln wird. Etwas Ähnliches ist kürzlich bei IOTA passiert. Vor wenigen Wochen ist Gründungsmitglied David Sønstebø von der IOTA Stiftung gegangen worden. Kurz darauf hat er sich gemeldet und gesagt, dass er weiter an IOTA arbeiten werde.

Fazit

Larimers Rücktritt kam schnell und unerwartet. Wahrscheinlich hat es schon länger gebrodelt im Unternehmen und die letzte Zensurwelle seitens der Big Tech Social Mediaplattformen war der finale Auslöser für Larimers Entscheidung. Vor wenigen Tagen hat er nämlich in seinen Artikeln noch von “Wir” gesprochen, als er über block.one sprach.

Alles in allem ist Daniel Larimer einer der größten technischen Innovatoren im Blockchainbereich, was auch Charles Hoskinson, CEO der Cardano Stiftung, kürzlich zur Sprache gebracht hat, obwohl bekannt ist, dass die beiden nicht gerade die größten Freunde sind.

Mehr kommerzielle Zensur bei Wikipedia. Liebe ihn oder hasse ihn, Larimer ist einer der OGs der Krypto und sicherlich bemerkenswert. Offenbar Wikipedia denkt Titcoin ist bemerkenswert, aber nicht Menschen, die Milliarden von Dollar erheben und massive Projekte am Laufen haben.

Es bleibt abzuwarten, ob Larimer weiter auf EOSIO bzw. EOS aufbaut und damit dieses Versprechen einlöst oder ob er die Community wirklich verlässt. Ein weiteres ICO hat er jedenfalls nicht geplant, lässt er auf Voice wissen. Der EOS-Preis reagierte erst einmal beachtlich und ist um rund 17 % eingebrochen.

block.one arbeitet indes weiter an seinen Produkten:

Die Arbeit an EOSIO schreitet wie immer zügig voran. Keine Auswirkungen auf unsere Produktpläne oder Initiativen.

EOS Daniel Larimer
EOS© Cryptoticker

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